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Einmal im Jahr treffen sich regionale und überregionale Anbieter von Fahrzeugen mit alternativen Antriebssystemen. In diesem Jahr am 20. Juni auf dem Gelände der DEKRA zur e/motion Expo IV (facebook)

Vorneweg: Es gab bei den Zweirädern nur einen E-Roller (1,5KW) und zwei Pedelecs zu bewundern. Da hätte ich mir mehr erhofft. Ist meiner Beobachtung nach auf dem Markt der E-Bikes mehr Bewegung als bei den zweispurigen Fahrzeugen.

Die Vierrädrige Zunft war dafür umso zahlreicher vertreten. Gasbetriebene standen neben Hybrid- und Elektroautos. Ich sag es gleich: Gas und Brennstoffzelle halte ich, wenn überhaupt brauchbar, nur für eine Zwischenlösung. Genau wie die Hybrid-Technik. Für mich hat nur der reine Elektrobetrieb langfristig einen Sinn.

In einem Elektrofahrzeug befinden sich viel weniger Dinge, die gewartet oder ausgetauscht werden müssen. Ölwechsel? Passé! Ebenso ein durchgerosteter Auspuff. Ein Benzintank kann auch nicht lecken und stinken. Schaltgetriebe gibt es da auch nicht. Und für mich fast das beste: Kein Lärm! Den Motor im Leerlauf aufheulen lassen fällt auch flach. Es bleibt nur noch das Reifenqietschen, sofern die Traktionskontrolle das zulässt.

     Fahrzeugliste Elektro:

  • Renault Twizy
  • Renault Zoe
  • Citroèn cZero
  • Peugeot Ion
  • Tesla Modell S
  • Tesla Roadster
  • BMW i3
  • Nissan Leaf
  • VW E-Golf
  • E-Smart
  • Mercedes B Electric Drive

Fahrzeugliste Hybrid:

  • Toyota Yaris
  • Toyota Auris
  • Toyota Prius
  • VW Golf GTE
  • BMW i8 

Diese Listen sind nicht vollständig

Was ich schade finde ist, dass fast alle Fahrzeuge eher konventionell konzipiert waren. Die meisten basieren auf bekannten Plattformen, die man nur angepasst hat. Blechkarossen mit hohem Gewicht. Für mich ungeeignet für Elektroautos.

Es gibt aktuell das große Problem mit der Reichweite im reinen Elektrobetrieb.

Zusätzlich wurden in einigen Wagen starke Elektromotoren eingebaut. Was zusätzlich zu Lasten der Reichweite geht. Und natürlich auch jede Menge zeitgemäßer „Elektronik-Schnick-Schnack“. Sowas ordne ich dann eher dem Bereich „Statussymbol“, als denn einem echten Umweltbewusstsein zu. Ich hab schon in der Schule gelernt, dass hohes Gewicht entsprechend viel Energie benötigt, um in Bewegung zu kommen. Sicher wird es irgendwann Akkus geben, deren Energiedichte der von Benzin gleicht, aber bis dahin sollte Gewichtsersparnis eine hohe Priorität bekommen. Einzig der Twizy von Renault tanzt da etwas aus der Reihe. Ein faszinierendes Design mit den hintereinander angeordneten Sitzen. Ein idealer Stadtflitzer. Zu mehr taugt das Teil aber auch nicht, mit nur 70-100 Km Reichweite. Hier fände ich eine Hybrid-Variante schon wesentlich interessanter.

Sehr gefallen an der Veranstaltung hat mir die Möglichkeit zur Probefahrt mit einigen der Wagen. Daneben stehen und die technischen Daten besprechen bringt nur den halben Spaß. Ich durfte auch mal mitfahren und während der Fahrt die Darstellung des Energieflusses auf dem Navi-Bildschirm beobachten. Nett, aber für mich als Fahrer im Betrieb eher unwichtig. Viel wichtiger finde ich aber die statistischen Funktionen. Neben den gefahrenen Kilometern etc. wird man auch über die eigene Effizienz informiert. War ich ökonomisch genug mit den Ressourcen umgegangen? Ein Hilfsmittel für die Selbstreflektion, das hoffentlich viele nutzen werden.

Bei aller Begeisterung bleibt ein Problem: Sind Elektroautos wirklich so umweltfreundlich? Der Strom wird zum großen Teil bei uns durch Verbrennung von Kohle erzeugt. Ein Dilemma, noch. Der Anteil erneuerbarer Energien steigt aber.

Das große Problem bei der Stromerzeugung mittels Sonne oder Wind, ist das Speichern des Stromes. Klassisch geht das mithilfe von Batterien und wird ja bei Solarstromanlagen im mobilen Bereich schon lange praktiziert. Jetzt tauchen immer mehr Firmen auf, die Stromspeicher für das Eigenheim anbieten. Das Unternehmen Sonnenbatterie ist schon seit Jahren in diesem Markt tätig. Dabei sticht besonders die hohe Lebensdauer der Akkus hervor: 10.000 Ladezyklen! Laut Angabe des Herstellers.

Das wirklich interessante dabei ist aber das Konzept. Bei richtigem Zuschnitt auf die Nutzungsgewohnheiten der Hausbewohner lassen sich über 80% der bisherigen Stromkosten einsparen. Zusätzlich gewinnt man so auch mehr Autarkie. Ein weiterer Pluspunkt ist der Fakt, dass man den Akku des Elektroautos eben mit diesem Solarstrom aufladen kann. Das verbessert die Ökobilanz dieses Elektroautos dann erheblich.

Insgesamt habe ich dann doch gute zweieinhalb Stunden auf dem Gelände verbracht. Leider habe ich zu spät mitbekommen, dass es auch Info-Veranstaltungen gab. Da wäre ich gerne dabei gewesen. Auf der nächsten Veranstaltung dieser Art werde ich verstärkt darauf achten!

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