Wissenschaft

Luftschiffe im Dienste der Wissenschaft

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Eine Forschungsstation nahe dem Südpol wäre direkt erreichbar für ein Versorgungsluftschiff. Also ohne das Anlanden am Schelfeis und anschließendem, zeitraubendem Transport mit kleinen, teuren Helis. Wobei letzteres auch mit einem Luftschiff möglich wäre, wenn ein Heli-Hangar an Bord ist!

Im Grunde genommen könnten bemannte Forschungstationen in der Antarktis ja sogar überflüssig werden, wenn man alle Sensoren entsprechend automatisiert. Für etwaige Wartungsarbeiten werden die Sensoren dann mit einem Luftschiff angefahren. Natürlich kann man das Luftschiff auch über eine längere Zeit verankern, als hochmobile Forschungsstation.

Die Meeresforschung kann auch von einem schwebenden Forschungsschiff profitieren. Selbst Tauchgänge, von mitgeführten Schlauchbooten aus, wären möglich. Natürlich kann dann auch ein U-Boot mitgeführt werden.

Vulkane kann man kostengünstig und sicher mit einem Luftschiff/Ballon beobachten. Ein unbemanntes Luftschiff, mit Sensoren an Bord, kann natürlich „ganz dicht ran“ ohne Menschenleben zu gefährden.

Ich kann mir vorstellen, dass sogar ein VTOL wie die V-22 Osprey auf einem Luftschiff landen könnte. Nach dem Be- und Entladen und eventuellem Auftanken geht’s dann wieder zurück. Sowas könnte dann, neben Personentransfer, auch zur Versorgung des Luftschiffes selbst dienen. Also Lebensmittel, Wasser usw.

Ein Höhenluftschiff, was in 10-20 Km Höhe agiert, eignet sich vielleicht auch gut als Träger für ein Teleskop.
Die Idee ist nicht so abwegig, wie sie vielleicht scheint: Das DLR hat eine Boeing 747 SP entsprechend umgebaut. Das Projekt wurde SOFIA genannt.

Der Regenwald kann mit Hilfe eines Luftschiffes auch besser erforscht werden, als vom Boden aus. Das zeigt die Buchdokumentation einer Expedition: „Mit dem Luftschiff über den Wipfeln des Regenwaldes“ von Francis Halle (Frederking&Thaler, 2001)

Ein anderes Projekt mit gleichem Ziel, aber etwas anderem Ansatz ist Dendronauticus (EN)